Unidentified – modernes Bild über Frauen

Mit Unidentified präsentiert Haifaa Al Mansour, die bekannteste Regisseurin Saudi-Arabiens (Waǧda/das Mädchen Wadjda, The Perfect Candidate), einen fesselnden Krimi, der mit Geschlechterrollen mutig bricht und patriarchale Strukturen hinterfragt.

Die Handlung beginnt mit einem schockierenden Fund: Im Wüstenstaub vor Riyadh liegt der Körper einer jungen Frau, ohne jegliche Identifikation. Die Polizei ist ratlos und ruft Nawal (gespielt von Mila Alzahrani) zu Hilfe, eigentlich nur Empfangsmitarbeiterin im Polizeirevier. Doch Nawal ist nicht nur aufmerksam und klug, sondern auch ein leidenschaftlicher True-Crime-Fan und kennt sich erstaunlich gut mit Mordermittlungen aus.

Während ihre männlichen Kollegen zögerlich vorgehen, beginnt Nawal auf eigene Faust zu ermitteln. Sie befragt Schülerinnen an Mädchenschulen, stößt dabei aber auf eine Mauer des Schweigens, denn niemand will etwas mit der Geschichte einer „sündigen“ jungen Frau zu tun haben. Erst als eine Teenagerin ihr von einer verschwundenen Mitschülerin erzählt, scheint sich eine Spur abzuzeichnen. Doch möchte die Polizei die Wahrheit überhaupt kennen?

Unidentified, geschrieben von Al Mansour und Brad Niemann, ist mehr als ein spannender Thriller. Der Film entlarvt die Schwächen eines Systems, das gedenkt, Frauen kleinzuhalten. Zugleich zeigt er eine Protagonistin, die sowohl für Gerechtigkeit kämpft, als auch für ihr eigenes Recht auf ein freies Leben.

Ein mutiger, intensiver Film, der das Krimi-Genre nutzt, um gesellschaftliche Tabus ins Licht zu rücken und gleichzeitig zeigt, dass die Suche nach Wahrheit manchmal bedeutet, alle Grenzen zu überschreiten.

Als Reisejournalist bin ich davon begeistert, wie immer mehr Filme aus Saudi-Arabien erscheinen und auch dessen Bevölkerung dadurch grosses Kino erleben darf.


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Die Anfänge von MBS – Eine unberechenbare Figur

Mohammed bin Salman (MBS), geboren 1985, ist der Kronprinz von Saudi-Arabien und seit 2015 Verteidigungsminister. Er erlangte internationale Aufmerksamkeit durch seine umfassenden Reformen, die er unter dem Banner der «Vision 2030» initiierte. Dieses Programm zielt darauf ab, die saudische Wirtschaft zu diversifizieren und das Land für die Zeit nach dem Ölzeitalter vorzubereiten.
Die folgende SRF-Dokumentation zeigt eine sehr detaillierte Analyse über den Aufstieg von MBS und die von ihm initiierten Reformen, während sie auch sein unberechenbares zweites Gesicht zeigt.

SRF

Zu den bedeutenden sozialen Veränderungen unter MBS zählen die Aufhebung des Fahrverbots für Frauen, die Wiedereröffnung von Kinos nach 35 Jahren und die Einführung von Unterhaltungsangeboten wie Konzerten und Sportveranstaltungen. Diese Maßnahmen sollen Saudi-Arabien moderner und liberaler gestalten.
Auch die Deutsche Welle hinterfragt das Vorgehen und beleuchtet die Machenschaften von MBS.

Deutsche Welle

Gleichzeitig wurden wirtschaftliche Reformen umgesetzt, darunter die Einführung von Steuern, Kürzungen von Subventionen und die Planung des Börsengangs von Saudi Aramco, um Kapital für den Staatsfonds zu generieren. Zudem wurden Megaprojekte wie die Errichtung der Unterhaltungsstadt Qiddiya und die Entwicklung des Neom-Projekts initiiert.
Das Portrait von MBS auf Wikipedia;

Wikipedia.

Trotz dieser Fortschritte steht MBS wegen seines autoritären Führungsstils, der Unterdrückung von Dissidenten und der Beteiligung am Jemen-Krieg in der Kritik. Seine Reformen werden daher sowohl als notwendige Modernisierung als auch als Mittel zur Machtsicherung betrachtet.
Dieses GIGA-Papier analysiert die Präsidentialisierung Saudi-Arabiens unter MBS: eine beschleunigte, von Repression begleitete Machtkonsolidierung, die das Königreich modernisieren, aber nicht liberalisieren soll:

Giga Hamburg

Auch ein auf YouTube veröffentlichtes Video bietet einen detaillierten Einblick in den Aufstieg von MBS und die von ihm initiierten Reformen. Es beleuchtet seine Vision für Saudi-Arabien und die Herausforderungen, denen er gegenübersteht, aber auch sein unberechenbares zweites Gesicht.


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Whisky für das Nachtleben in Riad

«Mandoob» heisst soviel wie «delegieren». Im Film von Ali Kalthami arbeitet Fahad Nassir tagsüber in einem Callcenter, nachts zusätzlich als Kurier. Er verliert die Stelle im Callcenter und rutscht in eine prekäre Lage.

Eine gewisse Geldsumme benötigte er aber für medizinische Behandlungen seines alternden Vaters. Auf sein voriges Einkommensniveau angewiesen, beschliesst er verzweifelt, Whisky zu stehlen und diesen zu verkaufen.

An der Medienkonferenz am ZFF wurde der Film vorgestellt. Auf die Kinoleinwand wirft er die Dekadenz in Saudi-Arabien anhand dortigem Nachtleben. Auch bildet er ab, was die Zahlungsfähigkeit der Bürger Saudi-Arabiens alles ermöglicht. 

«Eine intensive Fahrt zwischen Tradition und Moderne durch die nächtlichen Strassen von Riad. So hat man Saudi-Arabien noch nie zuvor sehen und erfahren können. Ein urbaner Thriller mit reichlich Stil und feinem Humor!” 

Als Reiseveranstalter empfehlen wir den Film, zeigt er doch das moderne Saudi-Arabien und malt ein Abbild von dessen Gesellschaft.


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Wir wünschen Ihnen ein fesselnd-filmisches Vergnügen!

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Ausgefallener Auftritt auf der ITB

Von der ITB bleiben mir zwei Länder in Erinnerung: überraschenderweise der Irak, anhand seines schönes Messestands, seiner dortigen Gastfreundschaft und fantastischer Tänze. Zusätzlich Saudi-Arabien, das seinen Auftritt weitgehend ausgefallener gestaltete als der Irak.

Der Stand Saudi-Arabiens war sehr gut besucht. Mit einigen Hoteliers konnte ich dort sprechen, wobei kein freier Slot für Gespräche bei arabischen Incoming Agenturen oder solche mit Nähe zu Arabien sowie auch keine Beauftragten zu dortigen Reisedestinationen vorzufinden waren.
Die anschliessende Liste der Stand-Teilnehmer lag mir aber vor:

In meiner sonstigen Rolle als Liedermacher trug ich dort ein Lied vor;

Mit jungen Menschen am Infostand führte ich nette Gespräche, spannende Diskussionen entstanden – auch über den Jemen: «Ja, wir möchten alle Frieden, und Tourismus kann dazu beitragen.»

Zu gern hätte ich die Gespräche vertieft, mich wohl demzufolge noch besser für die Zusammenkünfte vorbereiten sollen. Andererseits liebe ich die ITB für ihre zig Möglichkeiten zu spontanen Begegnungen statt von Termin zu Termin zu hetzen.

Saudi Arabien schaffte es, sein Land als interessante Reisedestination anzupreisen. Gern hätte ich noch mit Anwesenden hinterfragt, welche Kundensegmente Saudi Arabien und Jemen ansprechen. Ferner würde ich gerne mit meinen Liedern nach Saudi Arabien reisen und mich dort für Frieden und Lebensfreude einsetzen.

Lieder für den Frieden 

Auf der ITB 2024; nach der Pressekonferenz des israelischen Tourismusministers, lud ich die israelischen Aussteller ein, um sich am nächsten Morgen vor Messebeginn am Stand von Saudi-Arabien zu versammeln und gemeinsam Lieder zu singen. Dazu verteilte ich am Stand von Israel Liedblätter und notierte darauf den Termin.

Enttäuschung und unerwartetes Hausverbot

Wie erwartet, kam nächsten Tags kein Israeli am Stand von Saudi-Arabien an. Dennoch sang ich voller Freude die jeweils ersten Strophen meine Lieder vor, während ich diese ins Englisch übersetzte. Daraufhin wollte ich darüber diskutieren, wurde stattdessen jedoch von drei europäischen Geschäftspartnern des Standes verwiesen. Man erteilte mir «begrenztes Hausverbot»; überall auf der Messe sei ich willkommen, nur nicht mehr am Stand Saudi-Arabiens.

Dialog trotz Bevormundung

Aber auch die Saudis wurden hiermit bevormundet. Denn meine Geschäftspartner möchten Geschäfte abschließen, aber das Thema «Frieden» schien dabei nur zu stören. Glücklicherweise konnte ich mich noch mit einigen Saudis in der Halle unterhalten. Sie zeigten mir Anteilnahme und keinerlei Verständnis für die Wegweisung. Stattdessen luden sie mich für den nächsten Morgen ein. So konnte ich doch noch über meine Lieder sprechen und mein Anliegen zum Frieden vortragen, Überdies führten wir ein angenehmes Gespräch über spannende Reiseangebote.

Die Zukunft der saudischen Gastfreundschaft

Was geschieht mit der saudischen Gastfreundschaft und dem zwischenmenschlichen Austausch, wenn nur noch das Geld im Tourismus zählt? Darüber diskutierten wir ferner. Darüber setze ich den Dialog gerne fort. «Ja,» ich sollte doch einmal nach Saudi-Arabien fuhrwerken. «Werde ich eingeladen? Wer bestimmt das? Indirekt etwa europäische Geschäftemacher?»

Saudi-Arabiens Tourismusambitionen

Saudi-Arabiens Auftritt auf der ITB 2024 unterstreicht die ambitionierten Ziele des Landes sowie das Faktum, den Top 10 Tourismusdestinationen der Welt anzugehören.

Hier ein Pressebericht;
Beitrag von Aero International.

Megaprojekte am Roten Meer, wie das Neom– und The Red Sea-Project, sollen Touristen anlocken und gleichzeitig die Wirtschaft diversifizieren. Dazu schrieb ich bereits, gern möchte ich die Diskussion darüber vertiefen. 

Gastfreundschaft und kultureller Austausch spielen dabei eine zentrale Rolle. Saudi-Arabien umfasst eine konservative Gesellschaft, die sich jedoch schrittweise öffnet. Der Tourismus kann zum Abbau von Vorurteilen und zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses unter verschiedenen Kulturen beitragen. Sowie ich es in anderen Beiträgen ausführte, ist das eine immense Herausforderung für die Regierung Saudi-Arabiens. 

Allein der gegenseitige Umgang stellt jedoch eine Herausforderung dar. Touristen sollten die lokalen Gepflogenheiten und Traditionen respektieren, während die einheimische Bevölkerung lernen sollte, mit der Mentalität ihrer Gäste umzugehen. Ich halte Musik für lebenswert, und die Saudis waren gegenüber meinen Liedern sehr aufgeschlossen. 

Europäische Unternehmensberater könnten dem Tourismusbereich Saudi-Arabiens’ wertvolles Know-how einbringen. Insofern wäre es jedoch sehr relevant, dass ihre Rezepte an die lokalen Gegebenheiten angepasst würden. Meiner Meinung nach kümmern sich Berater nahezu durchgehend um kommerzielle Ziele und vergessen dabei tendenziell die Menschen dahinter. 

Entwicklungsprognose

  • Kurzfristige Entwicklung (bis 2025):

    • Moderater Anstieg der Touristenzahlen
    • Fokus auf Luxusreisende
    • Herausforderungen: fehlende Infrastruktur, konservative Gesellschaft.

  • Mittelfristige Entwicklung (2025-2030):

    • Deutlicher Anstieg der Touristenzahlen
    • Diversifizierung der Angebote
    • Entwicklung nachhaltiger Tourismuskonzepte.

  • Langfristige Entwicklung (2030+):

    • Etablierung Saudi-Arabiens als Top-Tourismusdestination
    • Positive Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

Meine Wünsche an Saudi Arabien und Saudi Arabiens Touristen

  • Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse
  • Nachhaltige Tourismuskonzepte
  • Investitionen in Infrastruktur und Tourismusangebote
  • Gute Schulungen von Saudis im Tourismus
  • Gleichbehandlung für Ausländer in Saudi Arabien (ein Drittel der Bevölkerung)
  • Abschaffung der Todesstrafe und mehr Frauenrechte, wünschenswert Gleichberechtigung der Frauen.

Fazit

Betrachte ich den Tourismus als Friedensprojekt, so sind Saudi-Arabiens Tourismusambitionen erfreulich. Mit einer stimmigen Strategie und dem Fokus auf Gastfreundschaft und kulturellen Austausch kann das Land zu einem wichtigen Akteur in der globalen Tourismusbranche werden.


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Saudische Gastfreundschaft am WEF

Im Mai 2022 hat wieder einmal das WEF stattgefunden. Schon allein wegen der Länderpavillons gehe ich gerne dorthin. Enthusiastisch werden Investoren gesucht. Selbst Länder, wie Saudi-Arabien, die über genügend finanzielle Ressourcen verfügen, stellen sich golden dar.
Saudische Charmoffensive am WEF

Das Pavillon von Saudi-Arabien habe ich leider nicht besucht. Allem Anschein nach, ist der Tourismus ein wichtiges Thema hier. Feines Essen für die WEF Teilnehmer nach dem Motto «Gastfreundschaft geht durch den Magen». Ob, jeder in den Pavillon durfte, weiss ich nicht. Denn viele Pavillons lassen nur WEF-Teilnehmer eintreten oder setzen gar eine Einladung voraus.

Echte Diskussionen hatte ich auf dem WEF auch nie zuvor erlebt. Zugang erhielt ich nur für eine unkritische Podiumsdiskussion am Open WEF. Belanglose, voreingenommene Gespräche, am Ende wurden auch nur ein paar Fragen erlaubt, selten kritische Themen wurden angesprochen, kaum Kritik in der WEF-Blase vernommen. In dieser Zeitspanne können viele gar nicht nach Davos reisen. Der Ort wird mit viel Polizei und Militär abgeriegelt: Open Forum am WEF.

Statt das Geld in «Davos» zu investieren, könnten verschiedene Länder auch illustrieren, wo Weltenbummler und andere Reisende in deren Länder selbst wohnen und sich auf den Messen grosszügiger zeigen. Die Messen kosten jedoch erstens Eintritt, zweitens ist kostenloses Catering ausgestorben, eine Tasse Kaffee ist das höchste der Gefühle und oft nur für eingeladene Geschäftskunden möglich.

Dennoch besuche ich jedes Jahr gerne das WEF und suche mit meinen Liedern die Diskussion. Politische Liedermacher werden mit Verachtung abgestraft.  


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Saudi-Arabien als Agrarproduzent?

Saudi-Arabien investiert üppiges Kapital in Zukunftsprojekte. Statt im Saudischen Königreich das Tourismusmodell der Emirate zu kopieren, besteht hier die signifikante Chance einer zukunftsträchtigen Herstellung von Lebensmitteln. Denn wird die Grundnahrung industriell produziert, kostet das vor allem Energie. Und Energie vermag Saudi-Arabien sowieso zu produzieren.

Im Fachjargon wird der Vorgang Bioökonomie genannt und beschreibt, was die Erde, nachwachsend hervorbringt, um Nährstoffe zu produzieren. Innovativ ist auch die Insektenzucht. Tiere können mit Larven als Proteinquelle gefüttert werden, was weniger Fischmehl oder Soja benötigt. Denn durch den Sojaanbau werden ganze Regenwälder gerodet.

Eine andere innovative Idee zeigt, wie Nahrung aus Luft zu produziert wird. Diese wurde einst schon von der Nasa entwickelt. Das finnische Startup Solar Foods möchte genau diese Technik in Umlauf bringen. Ein beachtlicher Vorteil erweist sich dabei dadurch, indem das klimaschädliche CO2 in Nahrung umgewandelt wird. CO2 wird neben anderen Bestandteilen aus der Luft separiert und mithilfe von Enzymen zu Proteinpulver verarbeitet.
Bericht von Galileo über Solar Foods

Das Endprodukt bezeichnet Solar Foods als Solein. Dieses entpuppt sich als passende Anreicherung zahlreicher Speisen, wie beispielsweise von Milch. Aus der Webseite von Solar Foods stammt auch unser Titelfoto. Ferner erfragte ich dort, wie es hinsichtlich dessen in Saudi-Arabien aussieht: Stand heute;
Webseite von Solar Foods.

Diverse Möglichkeiten bestehen, Nahrung industriell zu fertigen. Fakt ist, dass wir nicht über unendlich viel Biomasse verfügen. Gegenwärtig verfeuern wir aber eine unglaublich hohe Menge fossiler Brennstoffe. Doch Öl und Gasquellen sollten noch für die kommenden Generationen beziehbar sein. Daher sollten wir uns hier entsprechend zurücknehmen und unser Verhalten stark überdenken.

Saudi-Arabien besitzt breit gefächerte Landkapazitäten und eine Regierung, die sich an Zukunftsthemen wagt. Die moderne Nahrungsindustrie ist mehr als nur ein interessantes Anschauungsobjekt, da sie auch zu einem relevanten Standbein aufsteigen kann. Persönlich war ich nie in Saudi-Arabien. Mich interessieren, auf welche Art und Weise dort genügend Trinkwasser gewonnen wird sowie das genaue Vorgehen Saudi-Arabiens, erneuerbare Energien zu gewinnen. Meine Neugier darauf reizt mich, dorthin zu reisen.


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Diriyah Gate, Touristenviertel Riad

15 Kilometer westlich vom Stadtrand der Hauptstadt Riad entfernt entsteht das Diriyah Gate. Die historische Stätte von Diriyah wird ein neues Reiseziel für «Lifestyle-r:» werden. Zu den weltweit beliebtesten Destinationen soll es avancieren, dies dank des kulturellen Erbes und einer herzlichen Gastfreundschaft.

Geplant

Geplant sind 20 Hotels, Kultur- und Unterhaltungsbetriebe, Luxusmarken, Bildungsmöglichkeiten, Büros und Wohnung. Hinzu kommen Museen – alles was das Herz jedes Gastes begehren soll.

Mit den Worten der Einheimischen (Deutsch übersetzt): «Das Diriyah Gate ist voller Staunen und Entdeckungen”. Infolgedessen sollten dessen Besucher entspannt, inspiriert und kulturell verbunden in deren zu Hause zurückkehren. Dieser Treffpunkt wird also sicherlich ein echtes Touristenmagnet. Ein wunderbarer Blick auf das historische Wadi Hanifah verleiht einer solchen Reise sowieso einen bleibenden Eindruck.
«Was will man noch mehr! .. ?»

Jonathan Timms, zuständig für die Projektentwicklung: “Es wird eine raffinierte Schnittstelle zwischen authentischem Leben im Najdi-Stil und jenen erstklassigen Annehmlichkeiten, die Menschen von einer Metropole erwarten.” 

Die Stadt wird fussgängerfreundlich sein und reflektiert das Erbe des Königreiches. Die führenden Hotelgruppen sind eingebunden, und auch eine Formel-E-Rennstrecke in einer Arena mit 15’000 Sitzplätzen wird für Begeisterung sorgen. 

Hier ein YouTube Video zur Entstehung des Projektes;


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Neom, die neue Zukunft

Neom. Eine neuartige Zukunft soll den menschlichen Fortschritt beschleunigen.

Wie sieht die Zukunftsmusik aus?

Sie sollen im Nordwesten Saudi Arabiens entstehen. Zumal dort, am Roten Meer, ein angenehmes Klima vofherrscht und genügend Sonnen- und Windenergie entstehten kann.

Es ist ein ehrgeiziges Projekt und soll ein Zuhause von Menschen werden, die grosse Träume haben. Florierende Unternehmen sollen darin entstehen, eine hohe Lebensqualität soll es ermöglichen und 100% klimafreundlich bleiben – soweit die Ziele.

Während im Gebiet eine Million Menschen leben sollen, soll darin auch der Tourismus erblühen. Bald könnten aber auch dessen Strände verbaut sein.

Geplant sind 500 Mrd. USD-Investitionen. Dubai hat es Neoms Machern vorgemacht, was alles mit Geld möglich ist. Aber Neom will das toppen! Neon soll einen Modernisierungsschub in Saudi-Arabien auslösen. Das Gebiet ist riesig, grösser als das Land Hessen. Für die Beduinen bricht der Fortschritt an. 

Auf der Webseite skizzierten wir die Hintergründe. Die Dokumente können Sie hier gern herunterladen, darin übersetzten wir die Fakten zu Neom. Selbstverständlich verweisen wir in unseren Dokumenten auf die Zugpferde von Neom:

zur Webseite des Projekts


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Scales – Wird das Märchen wahr?

Als Zeichen der Öffnung unterstützt Saudi-Arabiens Regierung das moderne feministische Märchen «Scales». Dieses von Regisseurin Shahad Ameen geschriebene und inszenierte feministische Gleichnis ist nur schwierig, detailliert im Internet aufzufinden.

Doch wir fanden diesen Trailer auf YouTube vom Filmfestival in Singapur;

In Venedig sorgte die junge saudi-arabische Regisseurin für hohe Beachtung. Überdies als ausgefallene Idee erachte ich ihr Einbinden arabischer Folklore.

Handlung

Im Mittelpunkt des Geschehens kämpft Hayat gegen jene befremdliche Tradition in ihrem Fischerdorf, weibliche Kinder zu opfern. Das Konzept des beeindruckenden Films hatte Shahad Ameen schon einige Jahre zuvor entwickelt. 

Im Film wird die patriarchalische Macht angegriffen. Die Regierung Saudi-Arabiens erlässt derzeit Lockerungen. Doch deren Umsetzung braucht eben seine Zeit.

Gespannte Fragen an Sie

Auf unserer Webseite schreiben wir gerne über Filme aus Saudi-Arabien. Saudi-Arabien gilt als Land ohne Kinos, doch alle Menschen lieben es, zu träumen, und heutzutage holt das Internet jeden Film in jede Stube. Sich dagegen zu sperren, erweist sich für jeden Machtmenschen als sinnlos.

Wir möchten gerne von Touristen und Reisefans aller Couleurs wissen, wie Sie die Themen «Reisen via WEB», Realreisen, die arabische Halbinsel oder dessen Politik erleben.

Ich persönlich empfand es beispielsweise als Zeitverschwendung, während einer schönen Realreise noch nebenher Filme angeguckt zu haben. Erst im Nachhinein merkte ich, was ich dadurch alles verpasst haben musste. Indes während Reisevorbereitungen für mich das Gegenteil gilt.


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Saudi Runaway – Nach der Flucht kommen die Zweifel

«Was ich vorhabe, ist ein Verrat an meiner ganzen Familie»: Muna dokumentiert im Geheimen die Zeit vor ihrer Flucht nach Europa.» Das zeigt die Bildunterschrift. Der Film wurde gedreht, die Flucht ist gelungen. Asyl hat sie erhalten. Begeisterung am Sundance Festival und auf der Berlinale. Doch dann will die Protagonistin nicht mehr.

Muna ist jung und sollte in den Emiraten ihre Hochzeit feiern. Mit einer Schweizer Filmmacherin hat Muna zielstrebig an ihren Film gearbeitet und die ganze Vorbereitung auf ihre Flucht gefilmt. Heimlich, ohne, dass es die Familie gemerkt hat. Doch schliesslich hat Muna die Heimat aufgegeben und damit die Familie. Wie geht es nun wohl der Familie in Saudi-Arabien, und was passiert alles, wenn in in jungen Jahren Brücken abgebrochen werden?

Davon ist im Beitrag nicht die Rede. Doch hat sich Muna entschieden, dass der Film nicht mehr gezeigt werden darf, und die Filmemacherin hat ihren Wunsch akzeptiert. Die Geschichte regt uns zum Nachdenken an. Wie verhält es sich heute in Saudi-Arabien, wie lange wartet dort eine junge Frau auf die Rechte, die in vielen Teilen der Welt selbstverständlich sind?

Tourismus bewirkt hier etwas, er aktiviert einen gewissen Fortschritt. Doch Traditionen zu ändern, erfordert Zeit. Muna hat sich entschieden, Mut gezeigt und schliesslich von Deutschland aus wieder einen physisch distanzierten Kontakt zu ihrer entfernten Familie in Dschidda aufgenommen.
Artikel in der WOZ vom 21.1.21


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Einblicke die zum Nachdenken anregen.

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