Zeit für Veränderungen

Jedes Land verbietet sich Einmischungen, wenn es um Fragen der Menschenrechte geht. Diese werden vom Westen als universelles Recht gesehen und forciert. Allerdings wird dabei auch gern vergessen, dass Millionen von Menschen verhungern und in der Verteilung der Güter der Erde immenses Unrecht waltet.

Freilich sind die Menschenrechte durchdacht, und wir sollten natürlich alles tun, um diese weltweit zu fördern. Nur existieren weltweit unterschiedliche Kulturen und Entwicklungsstadien, insbesondere in ländlichen Gebieten. Daher sollten Änderungen behutsam eingeleitet werden, um einen zu großen Schock für die Bevölkerung zu vermeiden.

Die Forderung nach Abschaffung der Todesstrafe mag der konsequenteste Schritt sein. Denn jeder ist sich bewusst: Mit dem Tod ist unwiederbringlich alles beendet, und Menschen sind nicht gegen Fehlurteile gefeit.

Obwohl die Bewahrung menschlichen Lebens fast jedermanns höchstes Ziel ist, zeigt das Beibehalten der Todesstrafe in den USA als Hort der Menschenrechte eine Doppelmoral auf. Dies untersagt es uns, die wir im Westen beheimatet sind, erst recht, uns in die Rechtssysteme anderer Länder einzumischen.

Als Touristen und Einheimische westlicher Länder, die keine Todesstrafe mehr vollziehen, bereisen wir zahlreiche Länder, in denen die Todesstrafe noch Anwendung findet. Dabei ist keine Missionierung erforderlich, was ohnehin der falsche Ansatz wäre. Vielmehr können wir in Diskussionen darlegen, dass die Kriminalität durch Verbot der Todesstrafe nicht zunimmt, und die Gesellschaft die Kosten der Verwahrung tragen kann. Darüber hinaus existieren viele Beispiele von Menschen, die erfolgreich rehabilitiert wurden.

Es geht also nicht darum, die Menschen aktiv bekehren zu wollen, sondern darum, in Gesprächen für unsere erfolgreichen Modelle einzustehen. Dadurch gewinnen wir Respekt, ohne uns einzumischen.


🗡️🐪🏜️🇸🇦🕌🐪🇸🇦🐪🕌🇸🇦🏜️🐪🗡️

Wüssten Sie hierzu selbst, noch Ideen beizufügen? Sie können uns dafür gern anschreiben!

🇸🇦